In der Schwiz schniets -Eine Lamentation zur aktuellen Wetterlage- von Thomas Seidel
Während man in der Schweiz stets auch im Mai mit Schneefällen rechnen muss, ist das aktuelle Eisheiligen-Wetter für Deutschland eher ungewöhnlich geworden. Nach einer Reihe viel zu früh und viel zu warmer Tage heuer im März und April, haben die Leute ihre Wintersachen schon gegen die Sommerklamotten getauscht und müssen nun wieder hektisch wechseln. Die offizielle Wissenschaft von der Wetterkunde warnt jedoch seit Jahren, politisch immer krakeelend heftig unterstützt von allerlei grünen Warnern und Wahrsagern, vor sprunghaft zunehmenden Temperaturen und einem globalen Klimawandel. Was trifft nun zu?
Die Jahrgänge ab 1955 haben in all den Jahrzehnten mitverfolgen können, wie die Bundesrepublik Deutschland hunderte von Millionen Deutsche Mark und bis heute Milliarden von EURO in Projekte zur besseren Erforschung des hochkomplexen System "Wetter" investiert hat. Massenweise Raketen mit superteuren Satelliten wurden und werden ins All geschossen. Riesige elektronische Rechnerkapazitäten sind für den Deutschen Wetterdienst in Offenbach installiert worden. Unsummen von Steuergeldern versickern nach wie vor in Prognosen, die sich qualitativ gefühlt allerdings nicht von denen unterscheiden, die bereits vor siebzig Jahren auf Kreidetafeln gezeichnet worden sind.
Ob es einen Klimawandel in Richtung dramatischer Erderwärmung geben wird, oder ob wir kurz vor einer neuen Eiszeit stehen, die Meinungen der Experten gehen darüber auseinander. Wetter, das bleibt vor allem Glaubenssache. Eine positive Entwicklung aber gibt es dank dem Internet. Wenigstens für den kleinen lokal begrenzten Bereich, kann man einigermaßen vernünftige Kurzzeitprognosen erhalten. Niederschlagswahrscheinlichkeit, Windstärke- und Richtung, tatsächliche und gefühlte Temperaturen, lassen sich auf diversen Apps für tausende Ortschaften weltweit und in Echtzeit abrufen. Damit lässt sich einigermaßen zuverlässig im Alltag arbeiten.
Wie kommt's? Die aktuellen Werte unzähliger einfacher Messstationen sind inzwischen miteinander vernetzt und lassen eine zeitnahe und größtenteils zutreffende Prognose errechnen, die man permanent auf einem Handy abrufen kann. Keine Satelliten, keine Großrechner, kein Milliardengrab für Fehlinvestitionen. Das ist es. Wir wollen unsere Milliarden Steuergelder vom Deutschen Wetterdienst wieder zurück haben!
Foto: Copyright "Wettebilder.de"
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